CODECH (GUA)

Ursprung

Der Bio-Rohkaffee stammt von 407 Kleinbauernfamilien (Bevölkerungsgruppen Poptí, Mam und Q’anjob’al) in der Sierra de los Cuchumatanes (Region Concepción Huista, Huehuetengango, GUATEMALA) – organisiert in drei Basiskooperativen (ADAT/116 Mitglieder, ADIPY/210 Mitglieder, ADINTHEC/81 Mitglieder) vertreten durch die Coordinadora de Organizaciones de Desarrollo de Concepcion Huista (CODECH). Der Anteil von Frauen unter den Mitgliedern der Kooperative liegt mit 125 bzw. 30% vergleichsweise hoch. Concepción Huista selbst ist eine Gemeinde mit rund 20.000 Einwohnern, die hauptsächlich von der Land- und Forstwirtschaft leben.

Der Kaffeeanbau spielt dabei eine sehr wichtige Rolle und wird in der Region seit über 100 Jahren traditionell in Mischkultur mit anderen Nutzpflanzen (z.B. Bananen, Zitrusfrüchte, Avocado, Pfirsich, Mispeln, Malanga, Kürbis, Güisquil) unter Schattenbäumen praktiziert.

Das Anbaugebiet des Bio-Rohkaffees von CODECH liegt in Höhenlagen von 1.350 – 2.192 m und umfasst insgesamt rund 348 ha Anbaufläche. Seit 2012 wurde der Kaffeeanbau sukzessive auf biologische Bewirtschaftung umgestellt. Die durchschnittlich von einer Kleinbauernfamilie bewirtschaftete Kaffeeparzelle hat eine Fläche ca. 0,8 Hektar. Die jährliche Erntemenge der Mitglieder von CODECH beläuft sich auf insgesamt rund 320 Tonnen Rohkaffee, die bisher fast ausschließlich in die USA und Kanada exportiert wurde. Die aktuelle Lieferung 2020 ist der erste Export in die EU.

Ernte und Weiterverarbeitung

Der Kaffee wird während der Ernteperiode zwischen Dezember und April in drei Ernten (Vor-, Haupt- und Nachernte) von den Familienmitgliedern per Hand gepflückt. Nach Bedarf werden teilweise auch temporär Aushilfskräfte eingestellt. Die Nassaufbereitung des Kaffees (beneficio humedo) und Trocknung der Kaffeebohnen findet direkt auf den Parzellen der Kleinbauern statt. Nach der Trocknung werden Proben von jedem Kaffeebauern zu CODECH geschickt. Nach der Qualitätskontrolle und Klassifizierung der Kaffeebohnen durch CODECH bekommen die Kaffeebauern Nylonsäcke, in denen sie die Kaffeebohnen in das Lager der jeweiligen Basiskooperative transportieren. Für den Transport sind die Kleinbauern selbst verantwortlich. Dort werden die Kaffeebohnen gelagert, bis sie zur Weiterverarbeitung (beneficio seco) nach Guatemala Stadt transportiert werden. Für den Transport dorthin und die Weiterverarbeitung (in Lohnarbeit bei Dinámica International Crops S.A.) ist die Produzentenvereinigung CODECH zuständig.

 


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